Schwerwiegende OpenSSH-Schwachstellen ermöglichen Man-in-the-Middle und DoS-Angriffe

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CyberSecureFox Editorial Team

Sicherheitsforscher von Qualys haben zwei gravierende Sicherheitslücken im weitverbreiteten OpenSSH-Protokoll identifiziert. Eine der Schwachstellen existierte unentdeckt seit über einem Jahrzehnt und ermöglicht Man-in-the-Middle-Angriffe (MitM), während die zweite Lücke zu Denial-of-Service-Attacken (DoS) ausgenutzt werden kann.

Langlebige MitM-Schwachstelle gefährdet SSH-Verbindungen

Die kritischere der beiden Sicherheitslücken (CVE-2025-26465) wurde bereits 2014 mit OpenSSH 6.8p1 eingeführt. Sie betrifft Systeme mit aktivierter VerifyHostKeyDNS-Option und ermöglicht Angreifern die Durchführung von Man-in-the-Middle-Attacken – unabhängig von der konkreten Konfiguration dieser Einstellung.

Technische Details zur MitM-Schwachstelle

Der Angriffsmechanismus basiert auf der Manipulation von SSH-Verbindungen durch präparierte SSH-Schlüssel mit übermäßigen Zertifikatserweiterungen. Dies führt zur Erschöpfung des Arbeitsspeichers auf Client-Seite und umgeht die Host-Verifizierung. Angreifer können dadurch SSH-Sitzungen abfangen, Zugangsdaten stehlen und sich unberechtigt Systemzugang verschaffen.

Neue DoS-Schwachstelle kompromittiert Systemressourcen

Die zweite Schwachstelle (CVE-2025-26466) wurde in OpenSSH 9.5p1 vom August 2023 entdeckt. Sie ermöglicht durch unkontrollierte Speicherallokation während des Schlüsselaustauschs DoS-Angriffe. Durch das Senden mehrerer 16-Byte-Ping-Nachrichten können Angreifer eine unbegrenzte Pufferung von 256-Byte-Antworten auslösen.

Auswirkungen der DoS-Attacke

Die Ausnutzung dieser Schwachstelle kann zu kritischer Ressourcenauslastung führen, einschließlich:
– Übermäßigem RAM-Verbrauch
– Erhöhter CPU-Last
– Potenzieller Systeminstabilität
Besonders besorgniserregend ist, dass für diese Angriffe keine Authentifizierung erforderlich ist.

Das OpenSSH-Entwicklerteam hat mit Version 9.9p2 ein Sicherheitsupdate veröffentlicht, das beide Schwachstellen behebt. Systemadministratoren und IT-Sicherheitsverantwortliche sollten umgehend ihre OpenSSH-Installationen aktualisieren und die VerifyHostKeyDNS-Option deaktivieren, sofern diese nicht zwingend erforderlich ist. Zusätzlich empfiehlt sich die Implementierung von Netzwerk-Monitoring-Systemen zur frühzeitigen Erkennung potenzieller Angriffe sowie die regelmäßige Überprüfung der SSH-Konfiguration auf sicherheitsrelevante Einstellungen.


CyberSecureFox Editorial Team

Die CyberSecureFox-Redaktion berichtet über Cybersecurity-News, Schwachstellen, Malware-Kampagnen, Ransomware-Aktivitäten, AI Security, Cloud Security und Security Advisories von Herstellern. Die Beiträge werden auf Grundlage von official advisories, CVE/NVD-Daten, CISA-Meldungen, Herstellerveröffentlichungen und öffentlichen Forschungsberichten erstellt. Artikel werden vor der Veröffentlichung geprüft und bei neuen Informationen aktualisiert.

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