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Hacker

Aktualisiert: · CyberSecureFox Editorial Team

Ein Hacker ist eine Person mit tiefem technischem Wissen, die unkonventionelle Wege findet, Computersysteme zu nutzen oder zu knacken – zur Verteidigung oder zum Angriff.

Was der Begriff bedeutet

In den 1960er-Jahren bezeichnete „Hacker“ am MIT einen Enthusiasten, der Systeme auf clevere Weise erkundet. Heute meint das Wort meist Menschen, die Sicherheitslücken finden und ausnutzen. Hacker werden üblicherweise nach Absicht eingeteilt:

  • White Hats – ethische Hacker, die Systeme mit Erlaubnis testen: Penetrationstester, Red Teams, Bug-Bounty-Forscher.
  • Black Hats – Kriminelle, die für Geld, Daten oder Sabotage einbrechen.
  • Grey Hats – dringen ohne Erlaubnis, aber ohne klare kriminelle Absicht ein, etwa um eine Lücke zu melden.

Unter Angreifern gibt es weitere Gruppen: finanziell motivierte Cyberkriminelle und Ransomware-Affiliates, Hacktivisten mit politischen Zielen und staatlich unterstützte APT-Gruppen für Spionage und Sabotage. Der Begriff Cracker stand früher für kriminelle Hacker und heute vor allem für Leute, die Kopierschutz entfernen (Cracks).

Warum Hacker für die Sicherheit wichtig sind

Hacker stehen auf beiden Seiten. Kriminelle Gruppen dringen über Phishing, gestohlene Passwörter und ungepatchte Schwachstellen in Unternehmen ein; ethische Hacker finden dieselben Lücken zuerst. Bug-Bounty-Programme, koordinierte Offenlegung und CVE-Kennungen haben Sicherheitsforschung zum Beruf gemacht. In Deutschland stellt § 202a StGB das unbefugte Ausspähen von Daten unter Strafe, auch bei guten Absichten – für Tests ist daher eine schriftliche Erlaubnis unverzichtbar.

Empfehlungen für Organisationen

  • Veröffentlichen Sie eine Richtlinie zur Offenlegung von Schwachstellen und eine security.txt-Datei.
  • Beauftragen Sie regelmäßig Penetrationstests oder starten Sie ein Bug-Bounty-Programm.
  • Rechnen Sie mit Angriffen: schnell patchen, MFA nutzen und Einbrüche überwachen.