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Remote Access Trojaner [RAT]

Aktualisiert: · CyberSecureFox Editorial Team

Ein Remote Access Trojaner (RAT) ist Schadsoftware, die Angreifern verdeckt die vollständige Fernsteuerung eines infizierten Computers oder Smartphones verschafft.

Wie ein RAT funktioniert

Ein RAT tarnt sich als etwas Nützliches – eine Rechnung, eine Spielmodifikation, ein gecracktes Programm –, damit das Opfer ihn selbst installiert. Nach dem Start verbindet er sich mit dem Command-and-Control-Server (C2) des Angreifers und wartet auf Befehle. Typische Funktionen:

  • Diebstahl von Passwörtern, Browser-Cookies und Krypto-Wallets;
  • Keylogging und Bildschirmfotos;
  • Einschalten von Webcam und Mikrofon;
  • Hoch- und Herunterladen von Dateien, Ausführen von Befehlen, Nachladen weiterer Malware.

Bekannte Familien sind njRAT, DarkComet, Remcos, AsyncRAT und Quasar; viele werden billig verkauft oder sind Open Source. Unter Android legen Banking-RATs gefälschte Bildschirme über Apps und übernehmen das Gerät für Überweisungen.

Warum RATs für die Sicherheit wichtig sind

RATs sind ein Standardschritt vieler Angriffe: Sie verschaffen Kriminellen einen Brückenkopf im Netz, von dem aus sie zu Servern vordringen und Ransomware verteilen. Spionagegruppen setzen eigene RATs zur langfristigen Überwachung ein. Zunehmend missbrauchen Angreifer auch legitime Fernwartungstools wie AnyDesk oder ScreenConnect, die Virenschutz nicht meldet. RATs verbreiten sich über Phishing-Anhänge, Malvertising, gecrackte Software und gefälschte Updates.

So schützen Sie sich

  • Öffnen Sie keine unerwarteten Anhänge und starten Sie keine gecrackte oder inoffizielle Software.
  • Nutzen Sie Endpoint-Schutz mit Verhaltenserkennung und halten Sie das Betriebssystem aktuell.
  • Erlauben Sie in Unternehmen nur freigegebene Fernzugriffstools und überwachen Sie ausgehende Verbindungen.
  • Wird ein RAT gefunden: Gerät vom Netz trennen, Passwörter von einem sauberen Gerät ändern und das System neu installieren.
Synonyme:
RAT-Trojaner, Fernzugriffstrojaner