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Trojaner

Aktualisiert: · CyberSecureFox Editorial Team

Ein Trojaner (Trojanisches Pferd) ist Schadsoftware, die sich als legitimes oder nützliches Programm tarnt, vom Opfer freiwillig installiert wird und dann heimlich schädliche Aktionen ausführt.

Wie ein Trojaner funktioniert

Der Name geht auf das hölzerne Pferd der griechischen Sage zurück. Anders als Viren und Würmer vervielfältigt sich ein Trojaner nicht selbst – er setzt auf Täuschung. Er kommt als:

  • gecracktes Spiel oder gefälschtes Update;
  • „Dokument“ im E-Mail-Anhang;
  • Browsererweiterung;
  • App aus einem inoffiziellen Store.

Nach dem Start zeigt er womöglich die versprochene Funktion, arbeitet aber im Hintergrund.

Trojaner werden nach ihrer Funktion eingeteilt:

  • Downloader und Dropper installieren weitere Malware;
  • Remote Access Trojaner geben volle Kontrolle über das Gerät;
  • Banking-Trojaner stehlen Online-Banking-Zugänge und manipulieren Überweisungen;
  • Infostealer sammeln Passwörter, Cookies und Krypto-Wallets;
  • Backdoors öffnen dem Angreifer einen versteckten Zugang.

Warum Trojaner wichtig sind

Trojaner sind die verbreitetste Art von Malware und oft die erste Stufe größerer Angriffe. Emotet begann 2014 als Banking-Trojaner, wurde zum Lieferdienst für andere Banden und war auch in Deutschland für schwere Vorfälle verantwortlich, bis eine internationale Polizeiaktion 2021 seine Infrastruktur zerschlug.

Auf Android missbrauchen Trojaner in Apps die Bedienungshilfen, um Bildschirme auszulesen und Transaktionen zu bestätigen.

So schützen Sie sich

  • Laden Sie Software nur von offiziellen Websites und aus offiziellen App-Stores; meiden Sie Cracks und Keygens.
  • Aktivieren Sie keine Makros und öffnen Sie keine Dateien aus unerwarteten E-Mails.
  • Prüfen Sie App-Berechtigungen, besonders Bedienungshilfen und Geräteadministrator-Rechte unter Android.
  • Halten Sie Sicherheitssoftware und Betriebssystem aktuell.
Synonyme:
Trojanisches Pferd