3G ist die dritte Mobilfunkgeneration (UMTS, CDMA2000), die 2001 startete und mobiles Internet und Videotelefonie aufs Handy brachte.
Wie 3G funktioniert
3G-Netze erfüllen die IMT-2000-Vorgaben der Internationalen Fernmeldeunion. In Europa und den meisten Ländern basierten sie auf UMTS/WCDMA, in Nordamerika teilweise auf CDMA2000. Erweiterungen wie HSPA und HSPA+ steigerten die Downloadraten von einigen hundert kbit/s auf mehrere zehn Mbit/s. Das erste kommerzielle 3G-Netz startete 2001 NTT Docomo in Japan.
Warum 3G für die Sicherheit wichtig ist
3G behob eine große Schwäche von 2G (GSM): Teilnehmer und Netz authentifizieren sich gegenseitig (AKA-Protokoll), wodurch einfache gefälschte Basisstationen schwerer zu betreiben sind. Mit einem IMSI-Catcher lassen sich Telefone jedoch weiterhin auf 2G zurückzwingen, und das 3G-Kernnetz nutzt das alte Signalisierungssystem SS7, über das Standorte verfolgt und SMS-Einmalcodes abgefangen wurden.
Heute wird 3G abgeschaltet: Netzbetreiber in Deutschland, den USA, Großbritannien und vielen anderen Ländern haben ihre 3G-Netze bereits stillgelegt, um die Frequenzen für 4G und 5G zu nutzen. Geräte und IoT-Module, die nur 3G unterstützen, verlieren die Verbindung – kritisch für Alarmanlagen, Tracker und Notrufknöpfe.
Worauf Sie achten sollten
- Verlassen Sie sich nicht auf SMS-Codes als einzigen zweiten Faktor; nutzen Sie Authenticator-Apps oder Hardware-Schlüssel.
- Prüfen Sie, ob Sicherheitsgeräte (Alarmanlagen, GPS-Tracker, Aufzugtelefone) 4G/LTE-M unterstützen.
- Unter Android verringert das Deaktivieren von 2G in den Netzeinstellungen das Risiko von Downgrade-Angriffen.