Samba ist freie Open-Source-Software, die Microsofts SMB-Protokoll implementiert, damit Linux- und Unix-Systeme Dateien und Drucker mit Windows teilen können.
Wie Samba funktioniert
Samba wurde 1992 von Andrew Tridgell gestartet und steht unter der GPL. Es implementiert das Protokoll SMB (Server Message Block), in älteren Versionen auch CIFS genannt, das Windows für Netzwerkfreigaben nutzt. Mit Samba kann ein Linux-Server oder NAS:
- Dateifreigaben und Drucker für Windows-, macOS- und Linux-Clients bereitstellen;
- als Mitgliedsserver einer Windows-Domäne beitreten und Benutzer über Active Directory authentifizieren;
- selbst als Active-Directory-Domänencontroller arbeiten (seit Samba 4).
Fast jedes Heim- und Büro-NAS (Synology, QNAP und andere) nutzt Samba für Windows-Freigaben.
Warum Samba für die Sicherheit wichtig ist
Dateifreigaben enthalten wertvolle Daten und sind ein naheliegendes Ziel für Ransomware. Samba hatte kritische Schwachstellen; die bekannteste ist SambaCry (CVE-2017-7494), die durch Hochladen einer bösartigen Bibliothek in eine beschreibbare Freigabe Codeausführung ermöglichte und genutzt wurde, um NAS-Geräte mit Kryptominern zu infizieren. Weitere Risiken sind schwache oder für Gäste offene Freigaben, veraltete Protokollversionen und NAS-Geräte, die über Port 445 direkt im Internet erreichbar sind.
Empfehlungen
- Halten Sie Samba und NAS-Firmware aktuell.
- Deaktivieren Sie SMB1; nutzen Sie SMB3 mit Signierung und Verschlüsselung.
- Machen Sie SMB (TCP 445) niemals aus dem Internet erreichbar; nutzen Sie für Fernzugriff ein VPN.
- Geben Sie Nutzern nur die nötigen Freigaben, deaktivieren Sie Gastzugriff und halten Sie Offline-Backups vor.