Das Global Positioning System (GPS) ist ein US-Satellitennavigationssystem, mit dem ein Empfänger überall auf der Erde Position, Geschwindigkeit und exakte Zeit bestimmt.
Wie GPS funktioniert
GPS wird von der US Space Force betrieben und nutzt rund 31 aktive Satelliten. Jeder Satellit sendet fortlaufend seine Position und ein sehr genaues Zeitsignal von Atomuhren. Ein Empfänger misst die Laufzeit der Signale und berechnet seinen Standort per Trilateration; für Breite, Länge, Höhe und Zeit werden mindestens vier Satelliten benötigt. GPS ist eines von mehreren globalen Navigationssatellitensystemen (GNSS), neben dem europäischen Galileo, dem russischen GLONASS und dem chinesischen BeiDou; moderne Smartphones nutzen alle.
Warum GPS für die Sicherheit wichtig ist
GPS ist kritische Infrastruktur: Neben der Navigation nutzen Mobilfunknetze, Stromnetze und Finanzsysteme es zur Zeitsynchronisation. Zivile GPS-Signale sind sehr schwach und nicht authentifiziert, was zwei Angriffe ermöglicht:
- Jamming – Stören des Empfangs mit Rauschen. Großflächiges Jamming rund um die Ostsee und im Nahen Osten hat Tausende Flüge beeinträchtigt.
- Spoofing – Aussenden gefälschter Signale, sodass ein Empfänger falsche Position oder Zeit anzeigt. Schiffe und Flugzeuge meldeten, an weit entfernte Flughäfen „versetzt“ worden zu sein.
Standortdaten sind auch ein Datenschutzrisiko: Apps, Fotos und Fitnessdienste können verraten, wo Menschen wohnen und arbeiten. Galileo signiert inzwischen seine Navigationsnachrichten (OSNMA), um Spoofing zu erschweren.
Empfehlungen
- Beschränken Sie den Zugriff von Apps auf den genauen Standort und entfernen Sie Standortdaten aus Fotos, die Sie teilen.
- Kritische Systeme sollten GNSS-Zeit und -Position mit anderen Quellen abgleichen und Störungen erkennen.
- Prüfen Sie bei Verdacht auf Stalking Ihre Sachen auf versteckte Tracker.