Cybersicherheitsbericht Q4 2024: Neue Phishing-Taktiken und steigende Bedrohungen

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Der aktuelle Cybersicherheitsbericht von Positive Technologies zeigt einen besorgniserregenden Trend: Im vierten Quartal 2024 stiegen Cyberattacken um 13% im Jahresvergleich. Mehr als die Hälfte der Angriffe führten zu Datenlecks, während ein Drittel erhebliche Betriebsstörungen verursachte.

Dominanz von Social Engineering bei Cyberangriffen

Social Engineering bleibt die bevorzugte Angriffsmethode der Cyberkriminellen. 84% aller Unternehmensangriffe erfolgen über E-Mail-Kommunikation. Die Analyse identifiziert drei hauptsächliche Malware-Kategorien: Ransomware (42%), Remote-Access-Tools (38%) und Spyware (20%).

Innovative Betrugsmasche: Gefälschte CAPTCHA-Systeme

Eine neuartige Phishing-Kampagne nutzt gefälschte CAPTCHA-Überprüfungen für Malware-Infektionen. Die Angreifer etablierten ein Netzwerk aus über 3.000 manipulierten Websites. Diese aktivieren bei Nutzerinteraktion schädliche PowerShell-Befehle und missbrauchen die Zwischenablage zur Malware-Distribution.

Lumma und Amadey: Gefährliche Infostealer im Umlauf

Die Kampagne verbreitet primär die Infostealer Lumma und Amadey, die gezielt Zugangsdaten aus Browsern und Krypto-Wallets extrahieren. In einigen Fällen installieren die Angreifer zusätzlich die Remote-Access-Malware Remcos RAT, die umfassende Systemkontrolle ermöglicht.

Privatanwender im Visier der Cyberkriminellen

Bei Angriffen auf Privatpersonen dominiert Social Engineering mit 88% aller Fälle. Die Hauptangriffskanäle verteilen sich auf kompromittierte Websites (44%), Social Media (22%) und Messenger-Dienste (18%). Besonders beunruhigend ist der Einsatz von Deepfakes, die mit gestohlenen persönlichen Daten und gehackten Accounts erstellt werden.

Sicherheitsexperten empfehlen erhöhte Wachsamkeit bei CAPTCHA-Überprüfungen. Legitime Systeme fordern niemals Systemkommandos oder sensible Daten an. Bei verdächtigen Anfragen sollten Nutzer die Interaktion sofort abbrechen und ihre IT-Sicherheitsabteilung oder einen Sicherheitsexperten konsultieren. Regelmäßige Sicherheitsschulungen und aktuelle Antivirensoftware bleiben unverzichtbare Grundpfeiler der digitalen Verteidigung.

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