Ein schwerwiegender technischer Fehler in den aktuellen Windows-Sicherheitsupdates sorgt für erhebliche Störungen bei Microsoft-Nutzern weltweit. Die März-Updates für Windows 10 und Windows 11 führen zu einer unbeabsichtigten Deinstallation des KI-Assistenten Copilot, wie Microsoft-Experten nun offiziell bestätigt haben.
Technische Details der betroffenen Updates
Die Problematik tritt spezifisch bei den kumulativen Updates KB5053598 (Windows 24H2) und KB5053606 (Windows 10 22H2) auf, die am 11. März 2025 veröffentlicht wurden. Der Fehler manifestiert sich in zwei kritischen Aspekten: der vollständigen Deinstallation der Copilot-Anwendung sowie der Entfernung des zugehörigen Taskleisten-Symbols.
Eingrenzung der Auswirkungen
Bemerkenswert ist die Tatsache, dass ausschließlich der in Windows integrierte Copilot-Assistent betroffen ist. Die Enterprise-Version Microsoft 365 Copilot bleibt von dieser Störung unberührt und funktioniert weiterhin ohne Einschränkungen. Microsoft-Entwickler arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung, wobei die Grundursache des Problems noch analysiert wird.
Temporäre Wiederherstellungslösung
Bis zur Verfügbarkeit eines offiziellen Patches empfiehlt das Microsoft-Sicherheitsteam folgende Workaround-Maßnahmen:
1. Neuinstallation von Copilot über den Microsoft Store
2. Manuelle Wiederherstellung der Taskleistenverknüpfung
Historische Perspektive und Risikoanalyse
Diese Störung reiht sich in eine Serie ähnlicher Vorfälle ein. Im Sommer 2024 wurde Copilot fälschlicherweise durch ein Edge-Update installiert, während im Frühjahr 2024 Windows Server-Systeme von einer vergleichbaren Problematik betroffen waren. Positiv zu vermerken ist, dass bei keinem dieser Vorfälle Kompromittierungen von Benutzerdaten festgestellt wurden.
Dieser Vorfall unterstreicht die zentrale Bedeutung robuster Qualitätssicherungsprozesse bei der Entwicklung und Distribution von Systemupdates. Systemadministratoren und Endanwender sollten die offiziellen Microsoft-Kommunikationskanäle für Updates und Patch-Informationen aufmerksam verfolgen. Zusätzlich empfiehlt sich die Implementation automatisierter Backup-Routinen vor der Installation von Systemupdates, um potenzielle Störungen effektiv abfedern zu können.